Carport

Eine kleine Carport Checkliste

Der Carport wird immer beliebter und hat in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden. Wenn sie sich entschlossen haben, einen Carport zu bauen anstatt einer Garage, dann sollten Sie dennoch nicht einfach drauf los bauen, denn auch Carports unterliegen gewissen Bauvorschriften.
Ist eine Baugenehmigung erforderlich? Das lässt sich pauschal nicht sagen, da es von den jeweiligen Landesbauvorschriften abhängt.

Hier unsere kleine Checkliste für alle, die ein Carport planen:

Baugenehmigung ja oder nein: Fragen Sie beim örtlichen Bauamt nach. Für den Bau eines Carports gibt es in Deutschland keine einheitliche Regelung! Je nach Bundesland sind die Auflagen verschieden, in einigen muss man eine Baugenehmigung haben, in anderen Bundesländern wiederum nicht. Wenn Sie nicht gerade die Billigvariante aus dem Baumarkt wählen sondern eine erfahrene Carport Firma, ist es mittlerweile gar nicht mal mehr so selten, dass der Carport-Anbieter Ihnen den Behördenkram abnimmt und das als Service-Leistung für Sie alles erledigt.
Größe des geplanten Carports: wählen Sie die Ausmaße ihres Carportes nicht zu klein. Es sollte bedacht werden, dass Sie sich eventuell in einigen Jahren statt für einen Mini Cooper sich für einen Familien-Van entscheiden, der etwas andere Ausmaße hat. Wählen Sie daher die Länge und Breite ihres Carportes lieber ein wenig größer als zu klein. Die Breite sollte so gewählt sein, dass man an beiden Seiten bequem die Autotüren öffnen und aussteigen/einsteigen kann. Bewährt hat sich ein Pfostenabstand von mindestens 2,80m. Die Länge sollte so bei 5m (Dachlänge) liegen, damit auch später mögliche größere Autos dort reinpassen.
Standort des Carports: wo soll der Carport hin auf Ihrem Grundstück? Ist eine Zufahrt gewährleistet? Wenn es Ihre Grundstücksgrenze und damit automatisch die Grundstücksgrenze Ihres Nachbarn tangiert: stimmen Sie sich mit Ihrem Nachbarn ab. Auch hier empfiehlt es sich, sich mit dem örtlichen Bauamt kurz zu schließen, da für eine Grenzbebauung oftmals noch gesonderte Einschränkungen gelten.
Welches Material fürs Carport: werden sie sich im Vorfeld darüber klar, aus welchem Material / welchen Materialien Ihr Carport sein soll. Holz, feuerverzinkter Stahl, Glas, eine Kombination von verschiedenen Materialien?
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Form des Carports: sicher, die bekannteste Form ist in der Regel eine einfache rechteckige Form. Doch es gibt zum Beispiel auch Carports mit ungewöhnlichem Winkelbau. Die aber sicherlich ein wenig teuer sein dürften als die Standard-Maße. Hier empfiehlt es sich bei konkreten Fragen zu verschiedenen Carport-Formen, einen Carport-Fachmann zu besuchen und sich dort zu informieren.
Dach des Carports: ja, auch hier hat man die Qual der Wahl. Es gibt Giebeldächer, Flachdächer, Winkeldächer, sogar Bogendächer aus Plexiglas. Man kann ein Carport-Dach stimmig zum Hausdach anpassen oder einen optischen Kontrapunkt setzen. Wenn es ein Flachdach ist, besteht die Möglichkeit einer Carport-Dachbegrünung. Oder bei einem Giebeldach die Möglichkeit, durch Photovoltaik-Platten eine kleine Solaranlage auf das Carport-Dach zu bauen und somit energiefreundliche und energieproduzierende Quelle mit zu integrieren.
Regenwasser-Lösung beim Carport: Sie sollten auch eine Lösung zum Abtransport des Regenwassers bereit halten. Die Arten der Entwässerung hängen direkt mit der Art des Daches ab. Denken Sie auch daran dass es in manchen Gemeinden eine Art Entwässerungsplan gibt: eine Versickerung des Grundwassers ist da an bestimmte Parameter ihres Grundstückes geknüpft. Auch hier ist eine Informationsbeschaffung beim Bauamt sicherlich sinnvoll sowie ein Gespräch mit einem Carport-Fachmann.
Carport mit Wänden oder ohne: soll Ihr Carport komplett zu allen Seiten hin offen sein? Oder möchten sie eventuell ein oder zwei Seiten (die Wetterseiten) schließen? Wenn ja, mit was? Hier bietet sich von Hecke über halbgeschlossene Paneelung bis hin zu komplett geschlossenen Wänden alles an. Bietet einen sehr effektiven Wind-, Regen- und Schneeschutz für Ihr Auto.
Der Boden des Carports: wie soll der Boden innerhalb und außerhalb des Carports aussehen? Pflastersteine wären eine Möglichkeit. Rasengittersteine eine andere. Bedenken Sie auch den Gehweg der Zufahrt beziehungsweise den Weg zum Haus.
Baumarkt-Carport-Satz oder Carport vom Fachmann: und zum Schluss die Gretchen-Frage. Soll es ein Carport-Bausatz aus dem Baumarkt werden oder aber beauftragen Sie einen Carport-Anbieter mit dem Bau des neuen Autounterstandes? Natürlich spielen Geldfragen da auch eine Rolle, dennoch sollte das Hauptaugenmerk auf der Qualität der Materialien und der größtmöglichen Langlebigkeit des Carports liegen.