Carport

Doppelcarport

Ein Doppelcarport ist wie bereits im vorangegangenen Kapitel beschrieben eine frei schwebende Dachkonstruktion ohne Mittelpfeiler, die genügend Raum für zwei Autos bietet. Da dies aber eine massivere Bauweise erfordert, entscheiden sich die meisten für einen Anbaucarport, wenn mehrere Autos untergebracht werden sollen. Wenn Sie Abstellflächen unterbringen möchten, sollten Sie großzügig planen.

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doppelcarport


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Abstellräume und Wände

Praktisch: wer möchte, kann unter der Dachkonstruktion des Carport vier Wandelemente zwischen Pfosten installieren und verfügt so über einen Abstellraum. Bei der Planung können Sie bereits vorhandene Pfosten und zum Beispiel die Rückwand einplanen, dann reicht es unter Umständen, nur noch ein oder zwei zusätzliche Wände einzusetzen. Wandelemente sind Rahmen, die mit Schalhölzern belegt sind. Holzart, Stärke und Profilart können variieren und sollten optisch zum Carport passen. Kalkulieren Sie nicht zu dünne Wände ein, denn sie sollten der Witterung über Jahre hinweg Stand halten. Damit der Carport lange Zeit zuverlässig Ihr Auto schützt, ist es gut, Sie beachten einige technische Details.

Entwässerung

Wichtig ist, dass sich auf dem Dach nicht Wasserpfützen bilden, die über lange Zeit bestehen bleiben, weil das Wasser nicht abfließt. Umso steiler die Dachfläche, desto besser funktioniert dies. Meist reicht es, am äußeren Dachrand eine Doppelrinne anzubringen. Wer dem Landhauslook treu bleiben möchte, installiert bei einem Walmdach eine Kupferrinne. Aber auch Flachdächer mit wenig Neigung lassen sich gut entwässern – auch wenn sie zu einem Doppelcarport gehören und damit recht groß sind. Spezielle Carportrinnen, die zwischen zwei Sparren eingesetzt sind, leiten das Regenwasser nach hinten hin ab. Wem diese einfache Methode nicht genügt, kann einen Dachgulli einsetzen, der eine Ableitung durch ein Fallrohr hat. In manchen Gemeinden und Regionen gilt ein Entwässerungsplan, der fürs Versickern auf Grundstücken bestimmte Mindestquadratmeterzahlen je Dachgröße vorschreibt. Ist die unversiegelte Fläche auf dem Grundstück zu klein, muss das Wasser über die Kanalisation abgeleitet werden.

Baugenehmigung

Neben der Entwässerung regeln die Gemeinden Form, Größe und Art der Bebauung. In einigen Bundesländern muss deshalb auch für einen Carport ein Bauantrag gestellt werden. Teilweise genügt eine Bauanzeige. Deswegen sollte man schon in der ersten Planungsphase beim Bauamt erfragen, welche Regeln für die jeweilige Gemeinde gelten. Dafür legt man Bauzeichnung, Baubeschreibung und Statik vor. Diese gibt es teilweise beim Kauf eines Carports vom Fachhändler und ist im Preis inklusive oder aber muss dort extra gekauft werden. Erkundigen Sie sich am besten schon vorab, ob die Bauunterlagen im Preis inbegriffen sind. Teilweise werden dafür mehrere Hundert Euro fällig.

Eigenleistung

Der Anteil der Eigenleistung hängt vom eigenen Können und Erfahrung ab. Wer möchte, kann sich Bauunterlagen des Carport von einem Ingenieur- oder Architektenbüro ausarbeiten lassen und sämtliche Bestandteile eigenständig erstellen. Dies ist jedoch mühsam und kostet deutlich mehr Zeit, als wenn man fertige Bausätze wählt. Die Anbieter liefern sämtliches Material direkt bis zum Grundstück und der Käufer übernimmt nur noch die Montage. Dies ist sicherlich die Variante mit dem günstigsten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Bei komplizierten Bauten und massiver Technik lohnt es sich, eine Fachfirma mit dem Komplettbau zu beauftragen. Auch hierbei kann man kleinere Arbeitsschritte wie den Anstrich selbst übernehmen. Die Anbieter führen den Bau meist in enger Absprache mit dem zukünftigen Besitzer des Carports durch. Schließlich sollten alle Wünsche berücksichtigt werden.

Windfeder

Eine Feinheit der Bautechnik. Die Windfeder liegt auf der Holz- oder Schieferblende auf. Sie kann aus Holz oder aus Aluminium bestehen.

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